Unsere qualifizierten Förderangebote

Häufige Fragen

Du hast Fragen zu den Themen Lernförderung, Bildungsangebote oder unsere Unterstützungsmöglichkeiten? Hier findest du Antworten auf die häufigsten Anliegen und wichtige Informationen, die dich als Eltern interessieren könnten.

 

Wir möchten dich bestmöglich informieren und unterstützen. Falls deine Frage hier nicht beantwortet wird, zögere bitte nicht, uns persönlich zu kontaktieren.

Wir sind gerne für dich da!

Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche

Nein, wir führen keine offizielle Diagnostik durch, sondern können nur eine grobe Einschätzung geben, ob eine solche sinnvoll wäre. Eine Diagnose erhältst du vom Schulamt, einem Kinder- und Jugendpsychologen oder in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ, regional bedingt andere Namen).

Im Rahmen der lerntherapeutischen Förderung wird dennoch eine Eingangsdiagnostik erhoben, um den individuellen Stand deines Kindes zu erfassen und einen zugeschnittenen Förderplan zu entwickeln. Diese ersetzt jedoch keine offizielle Diagnose.

Die Ursachen sind in der Regel vielschichtig und noch nicht vollständig geklärt. Zu großen Teilen liegt jedoch eine genetische Veranlagung vor. Diese führt zu neurobiologischen Veränderungen in den Bereichen des Gehirns, die für Lesen, Schreiben oder Rechnen zuständig sind. Faktoren wie z.B. die Gestaltung des Schulunterrichts, die Lernumgebung, die Eltern-Kind-Interaktion, Intelligenz, Motivation oder der Zugang zu Fördermöglichkeiten können die Ausprägung der Symptome positiv wie negativ beeinflussen, sind jedoch selten die zugrunde liegende Ursache.

In der Grundschule können in der Regel auch ohne Diagnose Maßnahmen im Rahmen des pädagogischen Ermessens der Lehrkraft durchgeführt werden. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass deinem Kind mehr Zeit oder ein kleinerer Aufgabenumfang gewährt wird.

Für einen Nachteilsausgleich im Sinne des Notenschutzes ist eine Diagnose der Teilleistungsstörung sowie deren Anerkennung vom Schulamt nötig. Wird die Diagnostik nicht vom Schulamt selbst durchgeführt, ist es daher erforderlich, diesem das Gutachten des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-psychiaters zukommen zu lassen. Dieses kannst du entweder selbst beim Schulamt einreichen oder deinem/deiner Klassenlehrer:in überreichen – die Lehrkräfte sind verpflichtet, dies an das Schulamt weiterzuleiten.

Das Schulamt erteilt deinem Kind dann den pädagogischen Förderbedarf. Konkrete Maßnahmen des Nachteilsausgleichs werden dann in der Klassenkonferenz besprochen und dir sowie deinem Kind zur Unterschrift vorgelegt. Nutze im Vorfeld gerne die Möglichkeit, gemeinsam mit den Lehrkräften und deinem Kind zu besprechen, welche Maßnahmen geeignet wären – du und dein Kind habt ein Mitspracherecht!

Jedes Bundesland verfügt über eigene Regelungen und eigene Maßnahmen zum NTA. Grundsätzlich gilt: Binde dein Kind in die Gestaltung des NTA ein und frage es, welche Unterstützung es selbst für sinnvoll erachtet.

Typische Maßnahmen sind das Gewähren von mehr Zeit bei Tests, kürzere Texte, eine größere Schriftart und mehr Zeilenabstand, das Markieren von Operatoren und wichtigen Infos in der Aufgabenstellung, das Nutzen eines Taschenrechners, vereinfachte Aufgaben (z.B. leichter zu rechnende Zahlen), das Nichtbewerten der Rechtschreibung, das Nutzen einer Vorlesefunktion und viele weitere.

Sprich die Lehrkraft deines Kindes an, sicher berät diese dich gern, was individuell möglich ist.

Hier gilt bei einer Teilleistungsstörung: Weniger ist mehr! Wenn du merkst, dass dein Kind bereits in den Grundlagen Schwierigkeiten hat, quäle es nicht mit zusätzlichen Aufgaben zum aktuellen Schulstoff, sondern übe lieber in kleinen Häppchen grundlegende Fertigkeiten. Spielerische Ansätze eignen sich sowohl beim Lesen und Schreiben als auch beim Rechnen. Vergiss dabei nicht, dass dein Kind weder aus Faulheit noch aus Dummheit Fehler macht oder die Übungen verweigert, sondern weil es ihm sehr schwerfällt, diese zu erledigen. Geduldige Begleitung und Verständnis sind wichtig, um eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen, in der dein Kind sich selbst etwas zutraut und einen positiven Umgang mit Fehlern erlernt.

Das Lesen lässt sich am besten mit Texten üben, die dein Kind interessieren. Eine größere Schrift oder farbig markierte Silben können das Erkennen von Wörtern erleichtern. Kreative Schreibanlässe oder z.B. das Verfassen eines Tagebuchs helfen deinem Kind dann, erste eigene Texte zu verfassen. Kritisiere dabei anfangs nicht jeden Fehler, sondern lobe dein Kind, dass es den Text verfasst hat und bespreche lieber später häufige Fehlerkategorien!

Das Rechnen lässt sich ebenso gut in den Alltag einbinden – beziehe dein Kind beim Einkaufen oder Kochen/Backen mit ein. Rechenoperationen und Mengenverständnis lassen sich am besten trainieren, wenn konkretes Material zum Ausprobieren und Erfahren der rechnerischen Handlung vorliegt – Bonbons, Würfel oder Legosteine reichen hierbei völlig aus.

Wir planen zurzeit eine WhatsApp-Community, um betroffenen Familien eine Plattform für den Austausch zu geben. Melde dich gern bei uns, wenn Sie daran interessiert sind!

Lerntherapie eignet sich bei Teilleistungsstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie oder auch bei ADHS und damit verbundenen, schulischen Schwierigkeiten. Man arbeitet an den Grundlagen des Lesens, Schreibens oder Rechnens und setzt am individuellen Stand des Kindes an, anstatt wie bei der Nachhilfe den aktuellen Schulstoff zu arbeiten. Zusätzlich hilft man dem Kind, eine Lernstruktur aufzubauen, sich selbst zu organisieren und psychische Beeinträchtigungen, die durch die Teilleistungsstörung ausgelöst wurden, zu beseitigen bzw. abzumildern.

Die Dauer ist immer individuell vom Kind und der vorliegenden Problematik abhängig. Wir veranschlagen in der Regel 1-2 Jahre. Bei einer Förderung durch das Jugendamt bestimmt dieses die bewilligte Dauer. Der Vertrag ist monatlich kündbar, eine festgelegte Laufzeit wird nicht vereinbart.

Wir bieten an, die Lerntherapie bei dir zuhause durchzuführen, um den Stress für dich und dein Kind gering zu halten. Alternativ können wir evtl. eine Vereinbarung mit der Schule treffen oder unsere Therapieräume (wenn vorhanden) anbieten.

Die Förderung der Lerntherapie über das Jugendamt läuft über den § 35a SGB VIII (bestehende oder drohende seelische Behinderung). Das bedeutet, dass dein Kind durch die Teilleistungsstörung psychische, psychosomatische oder emotionale Schwierigkeiten hat – das ist bei LRS/DYS recht häufig der Fall. Dazu zählen zum Beispiel Kopf- oder Bauchschmerzen, häufiges Weinen, innerlicher/sozialer Rückzug, Selbstabwertung, aggressives Verhalten, Stören des Unterrichts, Streit bei den Hausaufgaben, Schule schwänzen, bis hin zu Suizidgedanken.

Wenn du diese oder ähnliche Symptome bei deinem Kind erkennst, kannst du einen Beratungstermin bei der zuständigen Stelle des Jugendamtes (Allgemeiner Sozialer Dienst oder Fachbereich Eingliederungshilfe) vereinbaren. Die Mitarbeitenden können dir genau sagen, welche Unterlagen du benötigst und wie die Antragstellung abläuft. In der Regel benötigst du folgende Unterlagen:

  • Diagnose Teilleistungsstörung (kann auch mit multiaxialem Gutachten gemacht werden)
  • multiaxiales Gutachten drohende seelische Behinderung durch zum Beispiel Kinderpsychologen oder SPZ
  • Stellungnahme Schule (zum Beispiel in Form eines Fragebogens vom Jugendamt)
  • eventuell Gutachten Augenarzt, HNO-Arzt, etc.

Gerne leiten wir dir die Kontaktdaten der zuständigen Personen vor Ort weiter.

ADHS

Die Ursachen sind in der Regel vielschichtig und noch nicht vollständig geklärt. Zu großen Teilen liegt jedoch eine genetische Veranlagung vor. Diese führt zu neurobiologischen Veränderungen in den Bereichen des Gehirns. Vor allem ein Ungleichgewicht der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin spielt hier eine große Rolle. Da diese Stoffe, die notwendig sind, um Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten zu transportieren, bei ADHS oft nicht in ausreichender Konzentration vorliegen, kommt es aufgrund der mangelhaften Informationsübertragung zu den typischen Symptomen. Vor allem die Bereiche im Gehirn, die für Handlungsplanung, Merkfähigkeit und Impulskontrolle zuständig sind, sind betroffen. Zum Teil sind diese Bereiche auch weniger stark ausgeprägt. Soziale Faktoren wie Erziehung, Eltern.Kind-Interaktion, das soziale Milieu etc. können dabei eine Ausprägung der Symptome begünstigen oder abmildern, sind aber nie ursächlich für deren Entstehung.

Kinder mit ADHS profitieren beim Lernen von klaren Strukturen und Routinen:

  • Stelle gemeinsam mit deinem Kind einen Lernplan auf und lasse es möglichst immer zur gleichen Zeit lernen (besprecht vorher, wann das am besten klappt).
  • Plane bewusst Pausen ein und nutze Timer, um die Lernzeit transparent zu gestalten.
  • Viele Kinder sind zudem motivierter, wenn du als Elternteil oder die Geschwister gleichzeitig lernen oder Aufgaben bearbeiten, denn dies erzeugt eine gewisse Arbeitsatmosphäre und erleichtert das Beginnen und am Ball bleiben.
  • Checklisten zum Bearbeiten von Hausaufgaben oder dem Ablauf des Lernens helfen, sich weniger abzulenken und besser den Überblick zu behalten.
  • Minimiere Ablenker und führe Ordnungssysteme ein, damit dein Kind seine Materialien schnell findet.
  • Gegebenenfalls können Belohnungssysteme wie Verstärkerpläne zum Einsatz kommen.
  • Setze realistische Ziele mit deinem Kind und belohne kleine Fortschritte und Teilerfolge.
  • Lern-Apps oder das Nutzen von Tablets können motivieren und das Üben attraktiver gestalten.

ADHS fällt unter den sonderpädagogischen Förderbedarf und wird in der Regel unter den emotional- sozialen Entwicklungsstörungen (ESE) eingruppiert. Dieser muss vom Schulamt geprüft und anerkannt werden. Wende dich am besten an deine:n Klassenlehrer:in oder direkt ans Schulamt, wenn du den Verdacht eines Förderbedarfs oder bereits eine ADHS-Diagnose hast.
Welche Maßnahmen am Ende für dein Kind hilfreich sind, sollte gemeinsam mit dem Kind, den Lehrkräften und dir besprochen werden. Typische Unterstützungsmöglichkeiten sind Lärmschutzkopfhörer, das Bearbeiten von Leistungsabfragen in einem anderen Raum, das Gewähren von mehr Zeit bei Tests, kürzere Aufgabenstellungen und Texte, Rückzugsräume und die Möglichkeit, sich kurz zu bewegen, oder das Markieren von Operatoren und Details in der Aufgabe. Fidget-Toys und eine vermehrte positive Ansprache im Unterricht können unabhängig von einem festgestellten Förderbedarf helfen, deinem Kind den Schulalltag zu erleichtern. In schweren Fällen kann eine Schulbegleitung zur Unterstützung in Erwägung gezogen werden.

Die Schulbegleitung (I-Hilfe) läuft, genau wie die Lerntherapie, über den §35a SGB VIII (bestehende oder drohende seelische Behinderung). Das bedeutet , dass dein Kind durch die ADHS psychische, psychosomatische oder emotionale Schwierigkeiten  hat. Dazu zählen Kopf- oder Bauchschmerzen, häufiges Weinen, innerlicher/sozialer Rückzug, Selbstabwertung,  aggressives Verhalten, Stören des Unterrichts, Streit bei den HA, Schule schwänzen, bis hin zu Suizidgedanken.

Wenn du diese oder ähnliche Symptome bei deinem Kind erkennst, können Sie einen Beratungstermin bei der zuständigen Stelle des Jugendamtes (Allgemeiner Sozialer Dienst oder Fachbereich Eingliederungshilfe) vereinbaren. Die Mitarbeitenden können Ihnen genau sagen, welche Unterlagen Sie benötigen und wie die Antragstellung abläuft. In der Regel  benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Diagnose ADHS
  • multiaxiales Gutachten drohende seelische Behinderung durch z.B. Kinderpsychologen oder SPZ
  •  Stellungnahme Schule (z.B. in Form eines Fragebogens vom Jugendamt)

Gern leiten wir Ihnen die Kontaktdaten der zuständigen Personen vor Ort weiter.

Eine Lerntherapie ersetzt keine psychotherapeutische Behandlung der ADHS. Bei vorliegenden Problemen in der Schule und beim Lernen kann sie jedoch unterstützen und den Kindern langfristig Strategien vermitteln, die den Schulbesuch erleichtern. Augenmerk wird hier darauf gelegt, eine positive Lernstruktur aufzubauen. Es werden Methoden der Selbstinstruktion im Hinblick auf das Arbeitsverhalten erarbeitet, konkrete Lernstrategien besprochen und die Selbstorganisation des Schulalltags eingeübt, z.B. in dem Checklisten zum Erledigen der Hausaufgaben angefertigt werden. Auch Entspannung, der Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls und der Umgang mit potentiellem Mobbing oder sozialen Schwierigkeiten werden thematisiert.

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